Eberhard Faber : Welcome back home!

 

Nach über 100 Jahren Trennung erweitert Eberhard Faber jetzt das Markenportfolio der Faber-Castell Gruppe

 

Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 hat die Faber-Castell AG die sich im Besitz der Staedtler Firmengruppe befindlichen Rechte an der Marke Eberhard Faber erworben. Mit dem Kauf der Markenrechte kehrt die vor allem in den USA bekannte Marke „Eberhard Faber“ in den Schoß des Stammhauses zurück. Für die Markengeschichte von Faber-Castell ist dies ein Meilenstein, denn erstmals befinden sich alle drei Faber-Marken wieder in der Hand des ursprünglichen Unternehmens A.W. Faber, das in Folge der Heirat von Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen und Ottilie Freiin von Faber im Jahr 1898 zu Faber-Castell umfirmierte.

 

Mit der Marke A.W. Faber schuf Lothar von Faber, der Ururgroßvater des jetzigen Firmenchefs, den ersten Markenartikel in der Branche weltweit. Seine beiden jüngeren Brüder Johann und Eberhard Faber machten sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts selbständig und wurden zu erbitterten Konkurrenten des Mutterunternehmens. Das Unternehmen Johann Faber kaufte Roland Graf von Faber-Castell in den 30iger Jahren, während die Firmengruppe Staedtler 1978 die Markenrechte an Eberhard Faber für Europa erwarb.

 

Marken-Eigenständigkeit bleibt erhalten

 

Die Markenstrategie von Eberhard Faber erläutert der Geschäftsführer von Faber-Castell für den Vertrieb Europa, Rolf Schifferens: „Eberhard Faber soll das Produkt-Portfolio der Faber-Castell Gruppe ergänzen, dabei aber als Marke eigenständig bleiben. Eberhard Faber hat sich in den letzten Jahren als kompetente Kreativ-Marke für Kindergarten, Vor- und Grundschule erwiesen. Wir wollen ihr Potential in Vertriebssegmenten ausbauen, in denen Faber-Castell eher als Nischenanbieter auftritt. Gemeint ist hier insbesondere der Spielwarenhandel, aber auch Hobby- und Kreativmärkte sowie Ausstatter für Kindergärten und Grundschulen.“

 

Klassiker versus Trendsetter

 

Während die Marke Faber-Castell als zeitlos klassische Premiummarke auftritt, positioniert sich Eberhard Faber als eine Marke mit einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis, die schnell und flexibel auf Trends im Bastel- und Hobbybereich reagieren kann.

 

Die Sortimente beider Marken setzten unterschiedliche Schwerpunkte: Während der Fokus von Faber-Castell im hochwertigen Produktsegment liegt, ist Eberhard Faber Spezialist für Kinder- und Schulmalfarben sowie Modelliermassen: „Wir nutzen unsere Gruppenressourcen“, erklärt Schifferens in Bezug auf die Produktion der Sortimente. „Selbstverständlich gelten für beide Marken dieselben strengen Qualitätskriterien.“

 

Handel begrüßt die Markenübernahme

 

Der Handel reagiert durchwegs positiv: „Der Schritt, die Marke zu übernehmen, ist naheliegend und für uns als Händler begrüßenswert“, so Hans-Jörg Iden, Geschäftsführer von Duo Schreib und Spiel. „Schließlich gab es auch in der Vergangenheit sowohl im Handel als auch beim Endverbraucher aufgrund der Namensverwandtschaft immer wieder Verwechslungen, was die Zugehörigkeit der Marke Eberhard Faber anbelangt. Sie wurde oft genug mit Faber-Castell in Verbindung gebracht, zahlte also bereits seit langem auf das Konto des weltgrößten und ältesten Holzstiftherstellers ein.“ Positiv wurde auch die Entscheidung aufgenommen, die eigenständige Marke zu erhalten: „Eberhard Faber besitzt eine hohe Glaubwürdigkeit und Kompetenz, gerade im Kindergarten-, Schul- und Kreativbereich, insbesondere was Schulkreiden, Stifte und Modelliermassen anbelangt“, so Thomas Simon, Geschäftsführer ALS Verlag.

 

 
© 2011 Eberhard Faber Vertrieb GmbH | Aktualisiert: 13.07.2011
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